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Kopfnote

Kurz gesagt

Die Kopfnote ist die Duftnote, die gleich nach dem Auftragen auf der Haut wahrzunehmen ist. Jean Carles nannte so die sehr flüchtigen Stoffe ohne Haftung, die der Komposition beim Öffnen der Flasche einen sehr angenehmen Geruch geben sollen.

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Die Kopfnote ist die Duftnote, die gleich nach dem Auftragen auf der Haut wahrzunehmen ist. Mit ihr beginnt der Geruchsablauf eines Parfümöls, danach folgt der Übergang zur Herznote.

Woher das Wort kommt

Im Duden hat die Kopfnote zwei Bedeutungen. Fachsprachlich ist sie die Duftnote direkt nach dem Auftragen. In der Schule ist sie eine Note, die nicht Leistungen bewertet, sondern Mitarbeit und soziales Verhalten.

Dass Düfte überhaupt Noten haben, erinnert an Musik. Oft gilt der Parfümeur George William Septimus Piesse als derjenige, der diese Entsprechung ausdrücklich machte. Gemeint ist die zwischen musikalischen Noten und einzelnen Gerüchen, so beschreibt es William Tullett in einem Nachschlagewerk zur Geschichte des Geruchs. In der ersten Auflage seines Buchs The Art of Perfumery von 1855 schrieb Piesse von einer Oktave der Gerüche wie in der Musik.

Neu war die Idee duftender Harmonien da allerdings nicht mehr. Sie kursierte schon Jahrzehnte vorher in literarischen und medizinischen Texten.

Wie Jean Carles die Kopfnote bestimmte

Jean Carles ordnete Riechstoffe nach ihrer Flüchtigkeit, also danach, wie schnell sie verdunsten. Die sehr flüchtigen Stoffe ohne Haftung nannte er Kopfnoten, im englischen Original “top notes”. Ohne Haftung heißt: Sie bleiben nicht lange. Ihre Aufgabe beschrieb Carles so: Sie sollen der Komposition beim Öffnen der Flasche einen sehr angenehmen Geruch geben.

Woran man die Kopfnote erkennt

Bei den Kopfnoten spricht man auch vom “Aufflug” des Parfums, im französischen Original “l’envolée”. Gemeint sind flüchtige Noten, die beim Öffnen der Flasche oder beim Aufsprühen entweichen. Je nach Träger wirken sie nicht gleich, schreibt Sylvaine Delacourte von der Marke Delacourte Paris.

Beispiele

Gentle Fluidity ist ein Duo aus zwei Düften von Maison Francis Kurkdjian. In der Silver Edition gibt Wacholderbeere laut Marke eine sehr frische, aromatische Kopfnote.

Auch eine Blüte kann in der Kopfnote anders wirken als später. Tuberose wirkt dort etwas medizinisch, wie Salbe, beschreibt Sylvaine Delacourte. Nach wenigen Sekunden zeigt sie einen schwefeligen Duft zwischen honigartigem Nektar und Eingekochtem.

Verwandte Begriffe

Wie Kopf-, Herz- und Basisnote zusammenspielen und wie lange jede ungefähr hält, erklärt unser Ratgeber Duftpyramide erklärt.

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Quellen

7
  1. Duden: Kopfnote, abgerufen
  2. IKW: Glossar zu Düften, abgerufen
  3. Odeuropa, Encyclopedia of Smell History and Heritage: Smell Organ, abgerufen
  4. Internet Archive: Jean Carles, A Method of Creation and Perfumery, abgerufen
  5. Delacourte Paris: Top Notes, abgerufen
  6. Maison Francis Kurkdjian: Gentle Fluidity Silver Edition, abgerufen
  7. Delacourte Paris: Tuberose in Perfumery, abgerufen

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